Freitag, 13. November 2015

Techno Frühstück im Interview

Wir haben mit den Jungs von Techno Frühstück gesprochen. Die zwei Liebhaber treibender Tunes mit deeper Brennschärfe leben derzeit in Berlin und Athen. Jüngst haben sie einen freshen Mix rausgehauen, der uns zu folgendem Interview ermutigt hat.



Bei eurem Namen könnte man vermuten, dass ihr straight Techno auflegt. Ist aber gar nicht so, oder?
Na der Name drückt einem schon einen Stempel auf. Halten tun wir uns daran nur wenn wir Lust haben. Wir haben uns aber in den letzten Jahren doch immer mehr zum Techno hin etwickelt. Wenn wir heute spielen kriegt man schon meist eins vor den Latz geknallt.
Wir lieben Sneaker über alles. Was tragt ihr am Liebsten an den Füßen wenn es hinter das DJ Pult geht?
Felix: Meine guten Ledertreter. Die hab ich eigentlich zu jeder Gelegenheit an. Daniel: Moment ich schau mal kurz nach - die sind grau und da steht "hummel" drauf. Slimmer Stadil Low behauptet das Internet.
Du Daniel bist ja auch noch studierter Quantenphysiker. Bekommt man dadurch in der Musikszene schnell einen Stempel als Freak aufgedrückt oder eher im Gegenteil?
Daniel: Haha, nicht nur in der Musikszene! Ich find das ja irgendwie auch selber witzig. Allerdings hilft mir mein physikalisches Verständnis von Wellen schon hin und wieder beim Produzieren. Und keiner hält mich für dumm nur weil ich nicht gut Kopfrechnen kann (da war ich leider als Kind schon zu faul für - braucht man für theoretische Physik aber auch nicht).
Felix ist ja derzeit nicht in Berlin sondern tobt sich in Griechenland aus. Inwieweit ist das ein musikalischer Schritt zur Völkerverständigung?
Felix: Ich werde sehr herzlich aufgenommen hier. Genauso wie die Musik die wir spielen. Völkerverständigung ist vielleicht nicht das passendste wort, da man hier eigentlich immer so behandelt wird, als gehört man schon immer dazu.
Wer auflegt hat ja nicht so viel Zeit zu tanzen. Vermisst ihr das manchmal oder geht es nach dem Set auf die Tanzfläche?
Es muss schon wirklich was schlimmes passiert sein, dass man uns nach unserm Set nicht noch beim abzappeln findet..
Wenn ihr euch ein Tool fürs Auflegen wünschen könntet, was es so nicht gibt, was wäre das?
Einen „an-der-uhr-dreh“ Knopf! manchmal ist man grade richtig drin und dann heißt es abgeben. Da wäre so ein Knopf dann schon interessant. : )
Gerade ist ein frischer Mix von euch am Start – wie lange sitzt ihr so an der Auswahl der Tracks und wie entsteht dann die genaue Zusammenstellung?
Das kommt völlig auf das Set an. Oft entsteht das recht spontan aus einem Auftritt heraus. Unser aktuelles Set hingegen war konzeptionell genauso geplant. Die grobe Auswahl stand zwar recht schnell, aber um den roten Faden hin zu mehr Spannung zu halten hat am Ende noch genau ein Brücken-Track gefehlt. Alleine nach dem passenden Stück haben wir fast einen kompletten Tag gesucht - und sind dabei fast die Wand hochgelaufen.. Dafür sind wir mit dem Ergebnis sehr zufrieden.
Ein neues Release ist in der Pipeline – wohin geht es soundtechnisch?
Soundtechnisch mal wieder in eine ganz andere Richtung als wir sie normalerweise selber spielen. Melodiöser verspielter Deephouse mit Vocals, diesmal zum Thema Regen. Wir sind gespannt wie die Reaktionen darauf sind..



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