Dienstag, 21. April 2015

Denyo – Derbe (Review + Full Album Stream)

Deutschrap – hier ist das Empfinden zu guter Musik so breit wie fast in keinem anderen Genre gefächert. Ich habe die Anfänge des deutschsprachigen Sprechgesangs miterleben dürfen. Meine Generation hat den Hip Hop noch ganz anderes kennengelernt wie die Kids heute.
Torch, Massive Töne, Blumentopf, Tobi & das Bo, RAG, Cora E., Stieber Twins und wie sie alle hiessen - das war guter shit! Aber das waren ist 90s. Heute stehen ganz andere Gesichter hinter dem Begriff Deutschrap. Ob man die Entwicklung dieser Musik gut findet muss jeder selber wissen.
Mich hat es riesig gefreut, dass in der letzten Zeit Größen der vergangen Tage es noch einmal wissen möchten und mit frischen Stuff um die Ecke kommen. Nico Suave, Texta, Blumentopf, MC Rene droppen neue Alben – und die Jungs haben nichts verlernt!

Nun meldet sich auch der Hamburger Denyo mit einem Longplayer zurück. „Derbe“ – das Wort was Denyo, Jan Delay und die Mongo Clikke geprägt und in ganz Deutschland etabliert haben ist der Name den Denyos Album trägt. OK, aber sind die Tracks wirklich derbe?
Denyo zeigt auf 10 Tracks das er sich musikalisch weiterentwickelt hat. Nix mehr mit Boombap wie man es von den Absoluten Beginnern kennt. Die Beats sind fett, aber gehen für mich schon zu sehr ins Elektronische.  Mir fehlt hier die Wärme und die Seele. Sie hören sich zum Grossteil an als wären sie ausschließlich für die Beschallung von Kleinwagen gedacht. Textlich sind einige gute Ansätz dabei, jedoch fehlt mir auch hier der Charme vom „jungen“ Denyo“.
Denyo hatte nach den Beginner Platten immer das Problem, das es so aussah das er hinter Jan Delay stehen würde. Er war immer der Typ für die zweiten Parts. Diese Erkenntnis bestätigt er leider auch auf Derbe. Die besten Tracks sind die wo er sich Gäste bzw. Freunde mit ins Boot  geholt hat. Kaum sind Sido und Jan Delay an seiner Seite knallt es gewaltig.
Fazit:
Die 10 Tracks auf Derbe sind keine schlechten, aber lösen bei mir keine Glücksgefühle frei. Mir fehlt einfach der Soul bei den Track. Dicke Bässe alleine machen halt noch keine Party…







Kommentare:

  1. Christian Coeur De Lion21. April 2015 um 13:50

    Heute Abend mal reinhören. Eigentlich hatte er bei den Beginnern immer die besseren Parts, aber schon sein damaliges Soloalbum "Minidisco" war nicht wirklich gut.

    AntwortenLöschen
  2. Christian Coeur De Lion22. April 2015 um 11:38

    Habs mir gestern mal komplett gegeben.... muss dem Review beipflichten. Diese minimal Technobeats nerven auf die Dauer. Wird glaube ich am Ende nicht viele Leute interessieren. Wenn ich an 98 denke und an das Gefühl, dass sich bei Bambule nach dem ersten Hören einstellte, dann ist das hier einfach nur sehr enttäuschend...

    AntwortenLöschen

Sidebar Ads