Dienstag, 29. Oktober 2013

minimal spieltrieb podcast #16 mixed by matteo luis // interview mit matteo luis


Wer ist matteo luis? stell dich bitte kurz vor. 
ich bin 20 jahre alt und wohne köln. ich bin teil der like posse und vor ca 2 monaten kam meine debüt-schallplatte „we found love“ über well done! music raus.

Seit wann legst du auf? 
ich lege seit circa sechs jahren auf. damals habe ich hip hop musik gehört und demnach auch aufgelegt. ich habe viel gescratcht und mit einem freund, der zu dieser zeit gerappt hat, viele stunden im kellerraum verbracht und musiziert.

Wie beschreibst du selber deinen style? 
ich finde es schwierig meinen style selbst zu beschreiben. ich denke, dass man in meiner musik einen starken einfluss aus meiner heimatstadt köln raushören kann. ein freund hat meine musik mal als mädchentechno bezeichnet.
  
Wann hast du angefangen zu produzieren?
das kam ziemlich gleichzeitig mit dem auflegen. anfangs habe ich auch hip hop musik produziert, viel gesamplet und rumprobiert. da ich früher neben dem klavier- auch das bass-spielen gelernt habe, lag es auf der hand, dass meine musikalische richtung in richtung bassmusik geht.
  
Mit welchem equipment produzierst du deine tracks? 
ich arbeite größtenteils digital mit ableton live, ni complete und einigen weiteren digitalen synthesizern. es kommt aber auch vor, dass ich basslines analog aufnehme oder manchmal sogar selbst einspiele.

mit welchem künstler würdest du gerne mal im studio zusammen arbeiten? hast du vorbilder?
ich habe viele vorbilder und würde auch mit einigen davon gerne mal zusammenarbeiten. ein highlight wäre bestimmt ein tag im studio mit mount kimbie. jedes ihrer stücke beeindruckt und überrascht mich aufs neue und ich würde ihnen gerne mal bei der arbeit über die schulter schauen.

Was war für dich der großartigste augenblick in deinen karriere? 
2011 hatte ich meine erste veröffentlichung. es war ein remix für bryan kessler’s „she only likes me“, der damals über like records auf vinyl released wurde. einer der schönsten momente war es, als ich diese platte erstmals in den händen hielt.
  
Wie ist es für dich, wenn du deine tracks das erste mal im club spielst? 
das ist immer ein spannender moment. nachdem man viele stunden im studio an den stücken gearbeitet hat, ist es ziemlich aufregend diese erstmals einem publikum zu präsentieren. meistens baut sich in der studiozeit eine spezielle erwartung und verbindung mit dem stück auf. die reaktionen von leuten, die das stück zum ersten mal hören, kann da beim arbeitsprozess sehr hilfreich sein.
  
Du kommst durchs auflegen ne menge rum? wo könntest du dir vorstellen noch zu leben? 
ich könnte mir gut vorstellen in london zu leben. letztes jahr habe ich zwei mal dort gespielt. das waren mit die heissesten parties, auf denen ich je gespielt habe. die engländer feiern euphorisch und voller leidenschaft. das ist immer eine große freude. aber auch jenseits vom nachtleben ist london super interessant. die stadt ist sehr schnell und energie geladen, aber auch stolz und selbstbewusst - das finde ich inspirierend.
  
Wo legst du am liebsten auf? gibt es einen club wo du dich zuhause fühlst? 
es gibt viele klubs in denen ich gerne spiele, doch zuhause fühle ich mich definitiv im reineke fuchs in köln. dort spiele ich seit der eröffnung vor etwas über einem jahr eine residency. hier habe ich einige tolle dj-sets gespielt und viele auftritte guter künstler gesehen.
  
Wie sieht es in der nächsten zeit bei dir mit neuen releasen aus? 
david hasert und ich veröffentlichen gegen ende des jahres eine kollaboration auf dem brasilianischen label playperview. auf diesen release freue ich mich schon eine weile, weil wir wirklich viel zeit und mühe in das stück gesteckt haben. desweiteren arbeite ich gerade an meiner zweiten platte für well done! music, die im januar/ februar rauskommen wird und an einigen remixen, unter anderem für die nächste like records veröffentlichung.

Welchen tracks hörst du dir an wenn du nach einem anstrengenden tag zuhause aufs sofa fallst? 
momentan laufen bei mir in jeder freien minute das neue luca lozano album „life in black and white“ und daniel avery’s debüt album „drone logic“ hochundrunter. großartige platten, die jeder gehört haben sollte.

vielen dank für das interview! 
willst du mehr über matteo erfahren? hier geht direkt auf seine seite

tracklist
01. interlude (superpitcher remix) - ada
02. we found love (forrest remix) - matteo luis
03. some things (original mix) - tony casanova
04. schmidtchen streicher (original mix) - artenvielfalt
05. love your brother (original mix) - the deep
06. reineke fuxxx (original mix) - bryan kessler
07. chasing autumns (original mix) - taras van de voorde
08. bigger than prince (hot since 82 remix) - green velvet
09. crooked love (trevino dub) - pipes
10. oracle (original mix) - mind against
11. alright, let's go (original mix) - tamer malki


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