Donnerstag, 29. August 2013

viktoria schur im interview

Die aus köln stammende viktoria schur wird nach wie vor als geheimtipp gehandelt. mit beiden beinen fest in der elektronischen musikkultur stehend und mit einem besonderen gespür für eine treibende wie auch tiefgehende trackauswahl bei ihren mixsessions ausgestattet, spielt sie sich leichtfüßig wie sympathisch in die herzen der szene.


stilistisch bewegt sich viktoria schur in verschiedenen genres des elektronischen kosmos und greift ebenso auf deephouse und minimales sowie auf gefühlvoll technoides und durchdringenden techhouse zurück. die melange innerhalb ihrer sets berührt geist und körper und zieht unaufhörlich in den bann. dabei reißt einen vor allem der organisch ausgerichtete sound der kölnerin mit in die nächste umlaufbahn in richtung sonnenaufgang.

die intensiven nächte in den clubs mit viktoria schur zählen zu den außergewöhnlichen erlebnissen elektronischer klangkultur irgendwo zwischen liebevollen grooveszenarien und treibenden mixes. viktoria schur steckt herz und seele in ihre sets und bleibt nachhaltig im gedächtnis.

Was bedeutet für dich elektronische musik? wo fängt sie an und wo hört sie auf? gibt es grenzen die du in deinen geplanten produktionen nicht überschreiten würdest?
elektronische musik bedeutet zunächst für mich harmonie! die musik muss schön, treibend sowie betörend zu gleich sein. sie muss einfach unterhalten. in meinen sets bin ich sehr open minded...gerne spiele von deep über techhouse bis hin zu techno und minimal. in diesem bereich bewege ich mich mit verschiedenen einflüssen und schaffe so den gewissen reiz.

beim produzieren, vertrete ich generell die meinung, dass man sich selbst keine grenzen setzten sollte...jedoch muss der sound authentisch bleiben und natürlich auch zu dem klientel passen, das man ansprechen möchte.

wo liegen deine musikalischen wurzeln?
die entwicklung ist weit gestreut. die ärzte, waren als kind meine absolute lieblingsband. dann kam rock und pop, bis mich im jugendalter der techno inspirierte. auch die klassische house musik liebe ich und gehört bis heute noch zu meinen favorits. ich denke das geht allen so. zu guter letzt bin ich heute dem techhouse verfallen mit allen spannenden facetten und dem techno treu geblieben.

du bist viel unterwegs und hast köln als festen standtort an den du immer wieder zurückkehrst. wo fühlst du dich mittlerweile noch zuhause?
ach, ich fühle mich eigentlich überall wohl, wo ich freunde habe. ich reise viel und hotels sind über die jahre irgendwie auch mein zweites zuhause geworden. wenn man da nicht gerade derbe ins klo greift und mal in einer absoluten absteige landet, lässt es sich dort eigentlich immer ganz gut aushalten. jedoch schlägt mein herz für köln und ich liebe die stadt einfach. die menschen, das flair und der vibe sind hier etwas ganz besonderes, das ich bislang noch in keiner anderen stadt erlebt habe.

mit welchem künstler würdest du gerne mal im studio zusammen arbeiten?
mit danny serrano würde ich gerne mal etwas zusammen machen, den finde ich großartig. allerdings gibt es hier eine ganze reihe von kollegen, die ich sehr inspirierend finde und hier gar nicht alle nennen kann. man könnte auch mal ne nette girls session machen mit monika kruse ;-)

wo legst du am liebsten auf?
in kleinen dreckigen, dunklen und abgerotzten clubs. generell aber überall dort, wo es ausgelassenes publikum gibt, die bock auf musik haben.

wie wichtig ist dir deine heimatstadt? glaubst du, das sie dich hinsichtlich produktionen und sets beeinflusst bzw. beflügelt?
meine heimat ist mir sehr wichtig. hier tanke ich kraft für all meine vielen projekte. natürlich wird man von seiner umgebung in allen bereichen des lebens inspiriert und beeinflusst zu gleich, was sich sicherlich neben aktueller verfassung und gemütslage auch in der musik widerspiegelt.

wie bereitest du dich im allgemeinen auf einen gig vor, hast du da eine bestimmte routine?
im allgemeinen bin ich stetig auf der suche nach neuen geeigneten tracks und bekomme hierfür auch viel material von kollegen zugespielt. einen konkreten plan vor meinen sets gibt es in meinem kopf eigentlich nicht und entsteht wenn überhaupt im ansatz eigentlich erst so eine halbe stunde davor. ich muss die leute vor ort fühlen und kann dann gezielt auf sie eingehen. das funktioniert für mich am besten.

welchen track hörst du dir an wenn du nach einem anstrengenden tag zuhause aufs sofa fällst.
wenn sich mein körper einmal seinen platz auf meinem sofa hingegeben hat, falle ich meist sofort in den tiefschlaf oder lass mich noch eine weile vom trash - programm diverser privaten fernsehsender berieseln bevor ich mein geliebtes schlafgemach aufsuche.

auf der aktuellen pacha underground bist du mit einem track vertreten neben künstlern wie fritz kalkbrenner, was dürfen wir als nächstes erwarten?
aktuell habe ich einen neuen track „roots“ fertig gestellt, der hoffentlich bald auf einem namhaften label veröffentlicht wird. einen release datum gibt es somit hierzu noch nicht. da der track aber sehr gelungen ist und ich eine ewigkeit damit verbracht habe, liegt er mir sehr am herzen. kommt zeit kommt rat und man kann sehr gespannt sein.

vielen dank!





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