Samstag, 3. August 2013

thomas lizzara im interview

Während der karrierestart des berliner djs und produzenten eher mit härteren klängen aus dem elektronischen kosmos begann, widmet sich  thomas lizzara nun schon seit einigen jahren einem harmonischen und zugleich treibenden  sound, der seines gleichen sucht.
nach seinem gefeierten debütalbum „dopamin puzzle“ in 2012, legte er im laufe des jahres mit seinen remixen für dr. motte, alle farben und david k und druckvolle produktionen aufs parkett – stark und berührend zugleich.
auch sein livekonzept mit sänger steven coultier und den virtuosen animal swing kids aus berlin stoßen auf begeisterung in der breiten festival und clublandschaft – alles ganz im „lizzi-style“. sowohl seine letzten veröffentlichungen „django“, welcher auf beatwax records erschienen ist als auch marianne auf ton liebt klang finden sich nicht nur in den dj bags der szene wieder, sondern pulsieren auch in den angesagten clubs der republik.



seit wann  bist du eigentlich als dj aktiv?
meine ersten dj versuche machte ich 1994, richtig auflegen konnte ich da aber noch nicht, ich habe erst
mit meinem amiga an eigenen tracks gearbeitet und erst 2 jahre später platten aufgelegt.

wie würde man wohl deinen style beschreiben können?
am besten lässt es sich wohl so beschreiben, eine mischung aus house, tech-house und deep house
mit einem heiteren, fröhlichen oder emotionalem inhalt.

wann hast du angefangen zu produzieren?
meine ersten fertigen tracks wurden 1995 fertig, das war aber noch sehr harter techno ;-)

mit welchem equipment produzierst du deine tracks wie marianne oder auch remixe für künstler wie alle farben oder dr motte ?
damals mit amiga, roland 505, korg electribe und diverser anderer hardware.
heute überwiegend mit ableton live.

wo liegen deine musikalischen wurzeln?
ich habe damals sehr gern depeche mode und the prodigy gehört, ich denke das hat mich damals
auch sehr beeinflusst.

du hast schon viel mit und für andere künstlern gearbeitet. wie ist das für dich? inspiriert dich das für neue eigene produktionen?
ja, definitiv. wenn man auf der der gleichen wellenlänge ist, kommen einem die ideen förmlich zu geflogen. es wird viel gelacht und alles geht locker aus der hand, so muss es sein.

mit welchem künstler würdest du gerne mal im studio zusammen arbeiten?
mit allen die ich auf eine lustige und zufällige weise kennenlerne, man sich sofort symphatisch ist. es muss einfach gleich dieses gefühl im bauch sein, das mir sagt, da wird was gutes draus.

was war für dich der großartigste augenblick in deinen karriere als dj und produzent?
ohh, da gibt es viele. schön ist es immer, wenn man denkt, na ob mich da schon jemand kennt und dann ist man da und die leute schreien und geben einem das gefühl man sei bereits ein weltstar ;-)

wie ist es für dich deine eigenen tracks das erste mal im club zu spielen?
das ist ein großer vorteil, ich merke dann sofort, was noch verändert werden muss, bzw. worauf die leute am besten abgehen und worauf nicht.

du kommst durchs auflegen viel herum? wo könntest du dir vorstellen noch zu leben außerhalb von berlin?
ich fühle mich in berlin sehr wohl und möchte hier nicht weg, doch wenn das wetter mal nicht so mitspielt, flüchte ich gern für ein paar tage nach mallorca, ich liebe das meer.

wo legst du am liebsten auf? gibt es einen club wo du dich ganz besonders zuhause fühlst?
ja den gibt es :-) mein zweites zuhause, die magdalena in berlin. ich mag die parties und das ambiente dort. ich gehöre da quasi zur familie.

aktuell ist unter anderem deine single marianne mit den animal swing kids draußen - wie sieht es in der nächsten zeit bei dir mit neuen releasen aus?
es kommen demnächst einige remixe heraus, die ich schon anfang des jahres gemacht habe und ich arbeite an einem neuen album mit befreundeten live musikern und sängern.

vielen dank!



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